Fassadendämmung · Wärmebrücken · Energieeffizienz

Außenwände richtig dämmen – so funktioniert es in der Praxis

Technische Grundlagen, Materialeigenschaften und typische Fehlerquellen bei der Fassadendämmung von Bestandsgebäuden in Deutschland.

Wärmedämmung einer Außenfassade

Schwerpunkte

Drei zentrale Bereiche der Fassadendämmung

WDVS – Grundlagen

Das Wärmedämmverbundsystem ist die meistgenutzte Methode zur nachträglichen Fassadendämmung. Aufbau, Materialwahl und Verarbeitungsanforderungen im Überblick.

Wärmebrücken lokalisieren

Geometrische und konstruktive Wärmebrücken senken den Gesamtwärmeschutz erheblich. Infrarothermografie hilft, kritische Stellen sichtbar zu machen.

Materialvergleich

EPS, Mineralwolle und Holzfaserplatten unterscheiden sich in Wärmeleitfähigkeit, Dampfdurchlässigkeit und Brandverhalten erheblich.

Wärmebrücken

Wo Wärme ungehindert entweicht

An Balkonplatten, Fensterstürzen und Gebäudeecken entstehen häufig konstruktive Wärmebrücken. Sie erhöhen nicht nur den Heizwärmebedarf, sondern begünstigen Kondensation und damit Schimmelwachstum auf Innenoberflächen.

Der lineare Wärmedurchgangskoeffizient Ψ (Psi-Wert) quantifiziert den Wärmeverlust je Meter Wärmebrücke. In der Energieeinsparverordnung (EnEV) bzw. dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist dieser Wert bei Nachweisverfahren zu berücksichtigen.

Infrarotthermografie zeigt Wärmebrücke an einer Gebäudeecke

Aktuelle Beiträge

Fachbeiträge zur Fassadendämmung

Dämmplatten an einer Außenwand

Grundlagen · Juni 2026

Fassadendämmung: Grundlagen des WDVS

Aufbau, Schichtfolge und Verarbeitungshinweise für das Wärmedämmverbundsystem an Bestandsgebäuden.

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Schema einer Wärmebrücke im Mauerwerk

Wärmebrücken · Juni 2026

Wärmebrücken erkennen und beseitigen

Typische Wärmebrückentypen, Messmethoden und konstruktive Maßnahmen zur Minimierung des Ψ-Werts.

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Vorgefertigte Betonfassade mit Dämmkern

Materialien · Juni 2026

Dämmstoffe im Vergleich: EPS, Mineralwolle, Holzfaser

Kennwerte, Vor- und Nachteile der gängigsten Dämmstoffe für die Fassade – auf einen Blick.

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GEG 2024

Gesetzliche Anforderungen an die Dämmung

Das Gebäudeenergiegesetz schreibt für Außenbauteile von beheizten Gebäuden Mindestwerte für den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) vor. Bei Sanierungen gilt: Wer mehr als zehn Prozent der Bauteilfläche erneuert, muss den aktuellen GEG-Anforderungen entsprechen.

KfW und BAFA fördern energetische Sanierungsmaßnahmen über das Bundesförderungsprogramm für effiziente Gebäude (BEG). Die Förderquote hängt dabei vom erreichten Effizienzhaus-Standard ab.

Dämmung einer Außenwand gemäß GEG-Standard

Häufige Fragen

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Welche Mindestdämmstärke schreibt das GEG vor? +
Das GEG 2024 fordert bei Außenwandsanierungen einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m²K). Bei einem typischen EPS-Dämmstoff mit λ = 0,035 W/(mK) entspricht das einer Schichtdicke von rund 14–16 cm.
Was ist der Unterschied zwischen WDVS und vorgehängter Fassade? +
Beim WDVS wird die Dämmschicht direkt auf den Untergrund geklebt und gedübelt und anschließend mit einem Armierungsputz und Oberputz beschichtet. Eine vorgehängte Fassade besteht aus einer hinterlüfteten Konstruktion mit Bekleidungsplatten, zwischen denen die Dämmschicht eingelegt wird.
Wie erkenne ich Wärmebrücken am eigenen Haus? +
Eine Infrarot-Thermografieaufnahme in der Heizperiode ist das zuverlässigste Verfahren. Auf der Außenseite erscheinen wärmere Bereiche als heller, auf der Innenseite kühle Stellen als dunkler. Für eine grobe Ersteinschätzung eignen sich auch einfache Wärmebildkameras für Smartphones.
Wird die Fassadendämmung staatlich gefördert? +
Ja. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert Einzelmaßnahmen wie Fassadendämmung mit einem Zuschuss von bis zu 15 % der förderfähigen Kosten. Für Sanierungen zum Effizienzhaus ist ein höherer Fördersatz möglich. Antragsstellung über BAFA oder KfW, je nach Maßnahme.

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